Für das Dorf
Um ein Kind grosszuziehen, sagt man, braucht es ein ganzes Dorf. Für Jugendliche gilt das erst recht. Das gilt auch beim Bezahlen: Ein Platz im Basecamp hat einen ehrlichen Preis – aber den trägt niemand allein. Wer hier gibt, wird nicht Wohltäter:in, sondern Teil des Dorfes.
Wann es losgeht und wie ein Platz zustande kommt
Es gibt keinen Stichtag. Herbst 2026 ist der frühest mögliche Start, danach kommen Plätze (und weitere Standorte) laufend dazu. Eine junge Person startet, sobald zwei Dinge stimmen:
- Alle sagen Ja – die Jugendliche, die Eltern und YOLU.
- Der Platz ist finanziert – Grundpreis (Familie) und Dorfanteil (Dorf).
Fehlt der Dorfanteil noch, ist das kein Hindernis, sondern eine gemeinsame Aufgabe: Der Stamm von Jugendlichen, die Familie und das Umfeld der jungen Person selbst suchen zusammen danach. Stiftungen anschreiben, Pat:innen finden, eine Crowdfunding-Kampagne starten. Je mehr mithelfen, desto schneller geht es los.
3 Plätze vergeben, 7 frei (oder mehr). Tipp auf einen freien Platz: die Münzen fliegen und der Dorfanteil wird kurz golden – ein Vorgeschmack. Wirklich mittragen über «Mittragen».
- 3 vergeben
- 0 finanziert
- weitere mögliche Plätze in Bern, später auch andere Standorte
Einen Platz mitfinanzieren
Platz-Patenschaft
ca. CHF 400/Mt
Trägt den Dorfanteil eines Platzes im ersten Jahr – du ziehst eine konkrete junge Person mit gross.
Stipendium
bis CHF 580/Mt
Trägt den Grundpreis – ganz oder anteilig – für jemanden, der ihn sonst nicht stemmt.
Ganzer Platz
Grund- + Dorfanteil
Beide Teile zusammen für eine:n Jugendliche:n – der ganze Platz, getragen von dir.
Bewegung schenken
der grösste Hebel
Das Commons-Fundament (Vorlagen, Statuten, Schutzkonzept, Handbuch) und die Bewegungsarbeit – vor allem für Stiftungen.
Was Geben hier besonders macht
- Du siehst, was du bewirkst – live. Statt eines Jahresberichts bekommst du Zugang zu den Pages der Jugendlichen und Einladungen zu Schatzhebung und Retreat. So siehst du Biografien wachsen.
- Dein Beitrag wandert weiter. Reift der Stamm, trägt er sich zunehmend selbst – dein Platz wird zum Türöffner für die Nächste:n. Du pflanzt einen Baum, der weiter Früchte trägt.
- Du nimmst Druck aus dem ganzen System. Jede sichtbare Basecamp-Biografie zeigt tausend Familien, dass es auch anders geht. Du ermöglichst nicht nur einen Platz, du stärkst eine Bewegung.
Dein Geld erreicht Menschen, nicht einen Apparat. Und weil der Betrieb auch ohne Förderung steht, bist du nie der Tropf, an dem alles hängt – die Richtung bestimmen die Jugendlichen.
Auch ohne Geld: Zeit und Können
Das Wertvollste am Modell ist unbezahlt. Erwachsene – mitten im Berufsleben oder längst pensioniert – wirken als Mentor:innen und Kompliz:innen mit. Der Einstieg ist bewusst klein: zuerst eine Experten-Stunde oder eine Begegnung in einem Projekt, und erst wenn es für beide stimmt, mehr. Niemand wird verplant. Die Jugendlichen engagieren die Erwachsenen, nicht umgekehrt. Was du davon hast, ist real: eine sinnstiftende Rolle, Reverse Mentoring durch junge Menschen, Einbettung in eine lebendige Gemeinschaft.
Warum das Ganze
Die Arbeitswelt verändert sich schneller, als Lehrpläne folgen können und künstliche Intelligenz übernimmt zuerst genau das, was bisher der Einstieg war: die einfachen Junior-Aufgaben, an denen junge Menschen Fuss fassten. Gleichzeitig leben wir in getrennten Welten: Schule hier, Arbeit dort, Jung und Alt kaum noch im selben Raum. Viele Jugendliche fragen sich zu Recht, welche Perspektive ihnen bleibt.
Das Basecamp ist eine Antwort darauf: ein Bildungs- und Karriereweg, der zur heutigen Zeit passt. Er führt Lernen und echte Arbeit wieder zusammen, und mit ihnen die Generationen. Junge Menschen schaffen echten Wert und üben genau das, was bleibt, wenn Maschinen das Einfache übernehmen: Probleme erkennen, Verantwortung tragen, mit Menschen etwas bewegen. Kein Aufbewahrungsort bis zum Erwachsensein, sondern ein Ort, an dem aus jungen Menschen Gestalter:innen werden.
Das ist gesellschaftlich relevant – auf mehreren Ebenen:
- Für junge Menschen: ein echter Fuss in der Tür, wenn klassische Einstiegsstellen wegbrechen – mit einem Portfolio aus echter Arbeit statt eines Zeugnisses und mit den menschlichen Fähigkeiten, die auch neben KI gefragt bleiben.
- Für Unternehmen und Berufsbildung: selbständige, unternehmerisch denkende junge Menschen, die gelernt haben, Wert zu schaffen – ein Nachwuchs gegen den Fachkräftemangel, der über Generationen hinweg arbeitet und einen frischen Blick auf eingefahrene Routinen mitbringt.
- Für Gesellschaft und Stiftungen: eine skalierbare Antwort auf entkoppelte Jugend, auf den KI-Umbruch der Karrierewege und auf zerfallende Gemeinschaft. Jede sichtbare Basecamp-Biografie macht Familien Mut, es ebenfalls zu wagen – das entlastet ein ganzes System.
Und um die Jugendlichen herum entsteht mehr als ein Bildungsprogramm: ein generationenübergreifender Lebensraum, in dem Erwachsene und Pensionierte als Mentor:innen und Kompliz:innen eine sinnstiftende Rolle finden. Niemand ist nur Empfänger:in oder nur Geber:in – alle sind beides. Genau das ist gelebte zivile Resilienz: eine Gemeinschaft, die reparieren, versorgen, problemlösen und entscheiden kann, wenn grosse Systeme wanken. Geübt wird nicht erst im Notfall, sondern im Alltag. Das Fundament dahinter steckt im Colearning-Framework →
Das ist der Kern eines Dorfes und der Kern der Colearning Basecamps. Ein Dorf allein genügt nicht. Es braucht viele Dörfer, für ganz viele Jugendliche. Wer mitträgt, baut an genau dem mit.
Was du mitträgst, bleibt nicht bei einem Ort: Aus einem Feuer werden viele. Weitere Basecamps entstehen dort, wo Jugendliche sie gründen.
Du möchtest mittragen mit Geld, Zeit oder Können? Oder selbst (als junger Mensch) dabei sein? Schreib uns an basecamp@yolu.ch.
Für Stiftungen, Unternehmen und Berufsbildung zeigen wir gern im Detail, was ein Engagement konkret bewegt.